Pädagogisches Konzept

Stand: Mai 2026

1. Lage und Räumlichkeiten

Ein Haus zum Entdecken und Wohlfühlen

Unsere Kindertagespflege befindet sich in einem gemütlichen Einfamilienhaus in Berlin-Spandau. Hier stehen den Kindern drei speziell gestaltete Räume zur Verfügung, die ganz auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet sind:

  • Kinderzimmer & Bastelraum: Ausgestattet mit kindgerechtem Mobiliar. In offenen Regalen finden die Kinder Spielzeug und Bastelmaterialien, die frei zugänglich sind und zur kreativen Entfaltung einladen. Die Kinder dürfen sich in diesen Räumen frei bewegen und ihre Werke stolz ausstellen.

  • Ruheraum: Jedes Kind hat hier sein eigenes, festes Bett für einen geborgenen und ungestörten Schlaf.

  • Motorische Entfaltung: Drinnen fördern wir die Bewegung durch eine Kletterleiter, ein Trampolin, Gymnastikbälle sowie Turn- und Puzzlematten.

  • Badezimmer: Kindgerecht ausgestattet für die tägliche Hygiene.

Unser Garten und die Umgebung

Zum Haus gehört eine große Terrasse mit einem weitläufigen Garten. Hier stehen den Kindern ein Spielhaus, eine Schaukel, ein Buddelkasten und im Sommer ein Planschbecken zur Verfügung. Sportgeräte, Bälle und im Winter zwei Schlitten gehören fest zu unserem Garteninventar.

In unserer direkten Umgebung liegt der Kiesteich mit seinen schönen Grünanlagen und abwechslungsreichen Spielplätzen. Nur 15 Gehminuten entfernt befinden sich zudem ein Wasserspielplatz, ein Fußballplatz, ein Beachvolleyballfeld und ein Bauspielplatz, die uns großartige Ausflugsmöglichkeiten für jedes Alter bieten.

2. Rahmenbedingungen

Betreuungszeiten

  • Montag bis Donnerstag: 07:00 – 16:00 Uhr

  • Freitag: 07:00 – 15:00 Uhr

Urlaubsregelung

Meine gesamte Urlaubsplanung für das kommende Jahr gebe ich jeweils bis spätestens Anfang Oktober bekannt, damit Sie als Eltern rechtzeitig planen können. In der Regel liegt mein Urlaub außerhalb der Berliner Schulferien.

Plätze und Alter

Ich biete 5 feste Tagespflegeplätze für Kinder im Alter von 1 Jahr bis zum Schuleintritt an.

Ausstattung (Was bereitsteht und was mitzubringen ist)

Was ich für Ihr Kind bereitstelle:Was Ihr Kind mitbringen sollte:

• Zwei Haken für Rucksack und Jacke

• Eigene Fächer für Wechselkleidung

• 2 Haken im Bad (Seiflappen & Handtuch)

• Zahnbürste und Becher

• Farblich sortierte Becher und Teller

• Ein eigenes Bastelfach

• Eigenes Bett inklusive Bettwäsche

• Rucksack mit dem Lieblingskuscheltier

• Wechselwäsche (je nach Jahreszeit)

• Windeln (und ggf. besondere Pflegemittel)

• Gummistiefel, Regenjacke und Buddelhose

• Rutschfeste Socken oder Hausschuhe

• Bequeme Kleidung für die Bewegungstage

Wichtiger Hinweis zur Bekleidung: > Die Kleidung sollte robust, bequem und wetterfest sein. Kinder experimentieren, matschen und forschen gerne – dabei sollten sie nicht durch zu empfindliche Kleidung gebremst werden. Bitte achten Sie auf Kleidung und Schuhe, die leicht an- und ausziehbar sind (möglichst wenige Knöpfe, Klettverschluss statt Schnürsenkel). Das stärkt die Selbstständigkeit der Kinder enorm!

3. Pädagogische Grundlagen und Ziele

Meine Grundsätze

  • Jedes Kind ist eine einzigartige Persönlichkeit mit individuellen Bedürfnissen und seinem eigenen Entwicklungstempo.

  • Kinder brauchen verlässliche Bezugspersonen, die sie unterstützen, begleiten, ihnen Vertrauen schenken und sie auch einfach mal gewähren lassen.

  • Ein klarer, fester Rahmen gibt den Kindern Orientierung und Sicherheit.

  • Kinder müssen streiten dürfen, ernst genommen werden und brauchen sowohl Freiraum als auch klare Grenzen.

Meine pädagogischen Ziele

  • Ein soziales, respektvolles und tolerantes Miteinander (unabhängig von Herkunft, Hautfarbe oder Beeinträchtigungen).

  • Die ganzheitliche Förderung der Sinne (Sehen, Hören, Fühlen, Tasten, Schmecken).

  • Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Fein- und Grobmotorik.

  • Die Stärkung des Selbstvertrauens und der Ich-Identität – wozu auch gehört, selbstbewusst „Nein“ sagen zu dürfen.

  • Das Ausleben der eigenen Fantasie im freien Spiel.

  • Die erfolgreiche Integration von Kindern mit Beeinträchtigungen.

Pädagogische Einflüsse

In meiner Arbeit kombiniere ich wertvolle Ansätze der Reformpädagogik:

  • Reggio-Pädagogik: Sichtbar durch offene Regale und den freien Zugang zu Spiel- und Bastelmaterialien.

  • Emmi Pikler: Fokus auf das freie Spiel. Das Kind darf Entwicklungsschritte selbst tun und sich Dinge eigenständig erarbeiten.

  • Maria Montessori: „Hilf mir, es selbst zu tun“ – Förderung der Selbstständigkeit durch gezielte Materialien.

„Ein Kind, das durch eigene Experimente etwas erreicht, erwirbt ein ganz anderes Wissen als eines, dem die Lösung fertig geboten wird.“ Wenn wir Kindern alle Aufgaben abnehmen, berauben wir sie wertvoller Lernerfahrungen.

Ergänzt wird unsere Arbeit durch psychomotorische Spiele, musikalische Früherziehung, Kinderyoga und gemeinsame Aktivitäten in größeren Gruppen mit anderen Kindertagespflegepersonen.

4. Unser Alltag und besondere Aktivitäten

Feste Rituale im Tagesablauf

  1. Morgendliche Begrüßung: Ankommen, selbstständiges Ausziehen, Hausschuhe anziehen. Die Begrüßung und Verabschiedung sind uns für alle (Groß und Klein) sehr wichtig.

  2. Mahlzeiten: Wir essen gemeinsam und im Sitzen am Tisch. Trinken steht jederzeit nach Bedarf bereit. Vor und nach dem Essen waschen wir Hände und Gesicht und putzen Zähne.

  3. Soziales Miteinander: Die größeren Kinder übernehmen unter Aufsicht kleine „Patenschaften“ für die Kleineren und lernen, Verantwortung zu tragen.

  4. Individuelle Ruhe: Jedes Kind hat sein eigenes, liebevolles Einschlafritual.

Der Tagesablauf

  • 07:00 – 09:00 Uhr: Bringzeit & freies Spiel (Frühbeschäftigung)

  • 09:00 Uhr: Gemeinsames Frühstück

  • Ab 09:30 Uhr: Ausflüge in die Natur, Gartenzeit, gezielte Angebote oder Vorschularbeit

    • Montags: Bewegungsspiele beim TSV Spandau (Mitgliedschaft erforderlich)

    • Dienstags: Darstellendes Spiel und Kinderyoga im Haus (ohne Zusatzkosten)

  • 12:00 – 13:00 Uhr: Gemeinsames Mittagessen

  • 13:00 – 14:30 Uhr: Mittagsruhe (In dieser Zeit findet zum Schutz des Kinderschlafs keine Abholung statt)

  • Ab 15:00 Uhr: Gemeinsame Vesper (Obst, Kekse, Snacks) und freies Spiel drinnen oder draußen bis zur Abholung (bis 16:00 Uhr).

Besondere Highlights im Jahr

  • Jahreszeitenabhängige Projektarbeit & Feste (Sommerfest, Laternenfest, Halloween, Geburtstage)

  • Besuche von Theater, Spatzenkino und Ausstellungen

  • Monatliche Ausflüge in die ansässige Bücherei

  • Gezielte Vorschularbeit: Intensiv ab einem Jahr vor Schuleintritt, inklusive (nach Möglichkeit) Schnupperbesuchen in der zuständigen Grundschule.

  • Gesundheit: Einmal im Jahr besucht uns der Zahnarzt („Kroko“) spielerisch zur Zahngesundheit.

  • Entwicklungsdokumentation: Alltagsintegrierte Beobachtung und Dokumentation der sprachlichen Entwicklung nach dem offiziellen Berliner BeoKiz-Verfahren.

5. Erziehungspartnerschaft und Qualität

Zusammenarbeit mit den Eltern

Ein vertrauensvoller, offener Austausch ist mir sehr wichtig. Nur gemeinsam können wir ein rundum stimmiges Bild Ihres Kindes gewinnen. Entwicklungsgespräche, der Austausch zum BaSiK-Verfahren sowie die Erstellung individueller Lern- und Entwicklungsgeschichten bespreche ich regelmäßig ausführlich mit Ihnen.

Sollte der Schuh einmal drücken: Sprechen Sie mich bitte sofort an, damit wir schnell eine gemeinsame Lösung im Sinne Ihres Kindes finden. Auch wenn Sie uns einmal bei einem Ausflug begleiten möchten, sind Sie jederzeit herzlich willkommen!

Qualität und Fortbildung

Um die hohe Qualität meiner pädagogischen Arbeit zu sichern, sind kontinuierliche Fortbildungen sowie der regelmäßige Besuch einer fachlichen Gesprächsgruppe im Bezirk Spandau für mich selbstverständlich.

6. Die Eingewöhnungsphase

Der Übergang in die Kindertagespflege ist ein großer Schritt – oft für die Eltern noch mehr als für die Kinder. Wir planen dafür in der Regel 2 bis 3 Wochen ein. Da jedes Kind einzigartig ist, gibt es kein starres Patentrezept, sondern immer eine individuelle Lösung.

  • Woche 1: Die Eltern sind als sicherer Hafen in der Tagespflege dabei. Die Verweildauer des Kindes wird von Tag zu Tag sanft gesteigert.

  • Woche 2: Es erfolgen erste, kurze Trennungsversuche (jedoch nicht direkt am Montag, da das Wochenende eine lange Pause war).

  • Woche 3: Die Trennungszeiten werden erweitert. Eine vollständige Trennung erfolgt erst, wenn das Kind mich als Bezugsperson vollkommen akzeptiert hat.

  • Ein Stück Zuhause: Vom ersten Tag an sollte ein vertrautes Kuscheltier oder Schmusetuch als Brücke von Zuhause mitgebracht werden.

Ein Wort an die Eltern…

Sollte die Trennung auch nach drei Wochen noch schwerfallen: Bitte verzweifeln Sie nicht. Ihr Kind verarbeitet in dieser Zeit unglaublich viel (neue Umgebung, andere Kinder, neuer Rhythmus, neue Regeln). Das braucht Zeit.

Andererseits: Seien Sie bitte nicht traurig, wenn Ihr Kind sich morgens nur kurz verabschiedet und schnell losspielen will. Das ist kein Zeichen mangelnder Liebe zu Ihnen, sondern zeigt einfach, dass sich Ihr Kind hier rundum sicher fühlt und voller Vorfreude auf seine Spielkameraden ist.

Auch wenn Ihr Kind beim Abholen weint oder scheinbar nicht nach Hause möchte, ist das kein Grund zur Eifersucht. Es zeigt nur, dass es mitten im Spiel war und gut in der Gruppe integriert ist. Meistens ist dieser kleine Protest an der Gartentür schon wieder vergessen und die Freude auf Zuhause riesengroß!